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Claude Onboarding – Erste Schritte für alle Mitarbeitenden

Willkommen. Diese Seite bringt dich in der ersten Sitzung zu einer sicheren und produktiven Nutzung von Claude – ganz ohne KI-Vorkenntnisse. Einmal lesen, die Checkliste am Ende behalten, fertig.

Claude ist ein Arbeitswerkzeug, kein Entscheider. Es entwirft, fasst zusammen, strukturiert und recherchiert. Die Verantwortung für das Ergebnis bleibt bei dir. Alles Folgende ergibt sich aus diesem einen Gedanken.

Für wen diese Seite ist

Alle Mitarbeitenden, unabhängig vom Team. Wer ein Team leitet oder es für andere aufsetzt, liest weiter im Adoptions- & Governance-Guide. Wer die Enterprise-Umgebung administriert, sieht Schulung 4 im Schulungsplan.


1. Wofür Claude hier da ist

Claude unterstützt bei alltäglicher Wissens- und Büroarbeit:

  • Texte, E-Mails und Dokumente entwerfen
  • Informationen zusammenfassen und strukturieren
  • Meetings, Berichte und Vorlagen vorbereiten
  • Ideen, Notizen und Konzepte sortieren
  • Vorhandenes Wissen recherchieren und ordnen

Es ersetzt keine Personen und keine Entscheidungen. Stell es dir als schnelle, unermüdliche Assistenz vor, deren Arbeit du immer prüfst, bevor sie deine Hände verlässt.


2. Deine ersten 30 Minuten

  1. Nur über den Unternehmenszugang anmelden. Nutze das Single Sign-On (SSO) des Unternehmens. Niemals ein privates Claude-Konto für Arbeitsinhalte.
  2. Die richtige Oberfläche wählen. Für die meisten sind das Claude Chat oder ein geteiltes Project. Entwickelnde nutzen zusätzlich Claude Code. Wenn unklar ist, wo du arbeiten sollst, ordnet der Surfaces & Features Guide das ein.
  3. Ein Project für wiederkehrende Arbeit anlegen. Ein Project hält Anweisungen, Dateien und Kontext an einem Ort, damit du dich nicht jedes Mal neu erklären musst. Womöglich gibt es im Team bereits geteilte Projects – nutze diese.
  4. Eine echte Aufgabe ausprobieren. Fasse ein intern teilbares Dokument zusammen oder entwirf eine Routine-E-Mail. Lies das Ergebnis kritisch. Das ist die ganze Schleife.
Chat vs. Project in einem Satz

Nutze Chat für einmalige Fragen. Nutze ein Project, wenn du immer wieder zum selben Thema zurückkommst (Kunde, Produkt, Prozess) und willst, dass Claude den Kontext behält. Siehe Artifacts dazu, wie Claude dir wiederverwendbare Ergebnisse wie Dokumente und Tabellen liefert.


3. Die Datenampel

Bevor du etwas eingibst oder hochlädst, frage: Welche Kategorie ist das?

AmpelBedeutungBeispieleRegel
🟢 GrünÖffentliche oder unkritische interne InfosÖffentliche Produktinfos, allgemeine Entwürfe, öffentliche Web-InhalteNutzung in Ordnung
🟡 GelbInterne Infos mit begrenzter VertraulichkeitInterne Entwürfe, nicht-sensible interne DokumenteNur in freigegebenen Unternehmensumgebungen
🔴 RotBesonders schützenswerte DatenPatienten- und Gesundheitsdaten, Kundendaten aus Zahnarztpraxen, Zugangsdaten, Secrets/Tokens, vertrauliche Verträge, kritische ProduktionsdatenNicht eingeben – oder nur nach gesonderter, dokumentierter Freigabe
Rote Daten sind die Grenze, die du nicht überschreitest

Unsere Kunden sind Berufsgeheimnisträger (§ 203 StGB). Niemals Patientendaten, Gesundheitsdaten, Diagnosen oder Befunde in Claude eingeben – auch nicht paraphrasiert. Dasselbe gilt für Passwörter, API-Keys und Tokens. Im Zweifel als rot behandeln und nachfragen.


4. Erlaubt vs. nicht erlaubt

✅ Erlaubt❌ Nicht erlaubt
Texte, Zusammenfassungen, Vorlagen entwerfenPrivates Konto für Unternehmensdaten nutzen
Informationen für Meetings/Berichte strukturierenPasswörter, Tokens oder geheime Schlüssel eingeben
Ideen, Notizen, Konzepte sortierenSensible personenbezogene Daten ungeprüft verarbeiten
Mit freigegebenen Daten und Quellen arbeitenClaude-Ergebnisse ungeprüft als final übernehmen
Nicht freigegebene Plugins, Connectors oder Quellen nutzen

Entscheidend ist immer: nur freigegebene Informationen, nur freigegebene Daten, immer eine menschliche Prüfung.


5. Die fünf Alltagsregeln

Diese fünf decken fast jede Situation ab:

  1. Claude nur über den Unternehmenszugang nutzen.
  2. Keine roten Daten und keine Secrets im Prompt oder Kontext.
  3. Ergebnisse immer prüfen, bevor du sie nutzt oder weitergibst.
  4. Nur freigegebene Erweiterungen und Quellen nutzen (Connectors, Plugins).
  5. Bei Unsicherheit fragen – IT, Security oder Datenschutz.

Kurzregel: Nur freigegebene Daten. Nur der Unternehmenszugang. Ergebnisse immer prüfen.


6. Wirklich gute Ergebnisse erzielen

Die meisten enttäuschenden Ergebnisse entstehen durch unklare Aufträge, nicht durch das Modell. Wenige Gewohnheiten machen einen großen Unterschied:

Frage nach einem Ergebnis, nicht nach einem Thema. „Entwirf eine 150-Wörter-Follow-up-Mail an eine Zahnarztpraxis, die nach Wartungsintervallen gefragt hat, freundlich und konkret" schlägt „schreib was zu Wartungsintervallen".

Gib den Kontext vorab. Für wen, welche Tonalität, welche Länge, was muss enthalten sein oder vermieden werden. Je mehr du rahmst, desto weniger korrigierst du.

Iteriere in kleinen Schritten. Ändere eine Sache nach der anderen – „kürzer", „füge eine Aufzählung hinzu", „wärmere Tonalität" – statt den ganzen Prompt neu zu schreiben. Mit Artifacts behält jede Änderung eine saubere Versionshistorie.

Lass es nach dir klingen, nicht nach generischer KI. Füge zwei, drei eigene frühere Texte ein und bitte Claude, deine Tonalität, Satzlänge und Wortwahl zu treffen. Sag, was vermieden werden soll (Floskeln, Buzzwords, Ausrufezeichen). Generische Ausgabe ist ein Prompt-Problem, keine Claude-Grenze.

Kontext mit Projects wiederverwenden. Lege für alles Wiederkehrende die festen Anweisungen und Referenzdateien einmal in einem Project ab. Danach kennt jeder Chat in diesem Project die Regeln bereits.

Tiefer ins Handwerk einsteigen?

Für praktische, kompakte Lektionen zu Prompting, Tonalität, dem Vermeiden von Nutzungslimits und mehr Wert aus Cowork und Skills ist das externe Lernportal claude101.com eine nützliche Ergänzung zu diesem internen Material. Behandle es als Hintergrundlernen – unsere Regeln in den Abschnitten 3–5 haben immer Vorrang.


7. Schnelle Erfolge je Rolle

TeamEin guter erster Einsatz
SalesAngebotsentwurf vorbereiten oder Discovery-Fragen strukturieren
MarketingKampagnenideen strukturieren und Varianten in unserer Tonalität entwerfen
SupportAntwortvorlagen entwerfen und einen Verlauf zusammenfassen (keine kundenidentifizierenden Daten)
ManagementBerichte und Notizen zu einer klaren Zusammenfassung verdichten

In jedem Fall bleibt die Prüfung bei dir.


8. Typische Fehler vermeiden

  • Große, unstrukturierte Informationsmengen ohne klare Aufgabe einfügen
  • Nicht benennen, was das Ergebnis tatsächlich sein soll
  • Ausgaben weitergeben, ohne sie kritisch zu lesen
  • Private Tools oder Konten für Arbeit nutzen
  • Falsch einschätzen, wie sensibel eine Eingabe ist

Gute Ergebnisse brauchen eine klare Aufgabe und saubere Grenzen.


9. Deine Onboarding-Checkliste

[ ] Ich nutze Claude nur über den Unternehmenszugang (SSO)
[ ] Ich gebe niemals Passwörter, Tokens oder Secrets ein
[ ] Ich prüfe die Datenampel, bevor ich etwas eingebe
[ ] Ich gebe niemals Patienten-, Gesundheits- oder Praxis-Kundendaten ein
[ ] Ich nutze nur freigegebene Erweiterungen und Quellen
[ ] Ich prüfe jedes Ergebnis vor Nutzung oder Weitergabe
[ ] Ich frage nach, wenn ich unsicher bin

10. Wo es Hilfe gibt und wie du weiterlernst


Alle KI-generierten Inhalte sind Entwürfe und erfordern eine menschliche Prüfung vor externer Verwendung.